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Nicolas Colsman zu Gast beim SAT.1 Frühstücksfernsehen

Onlinefortbildung

12.05.2021

Verfasst von: Pauline Rich

Der Geschäftsführer der Zukunft Digitalen Bildung beriet als Bildungsexperte über das Corona-Aufholprogramm

Am 12. Mai war Nicolas Colsman, Bildungsexperte und Geschäftsführer der Zukunft Digitalen Bildung erneut beim SAT.1 Frühstücksfernsehen eingeladen. Zusammen mit den Moderatoren Daniel Boschmann und Marlene Lufen diskutierte er das vergangene Woche beschlossene Corona-Aufholprogramm und widmete sich der Frage, ob das dafür eingeplante Budget von zwei Milliarden Euro ausreichen wird.

Das Gespräch startete zunächst mit dem Vermerk von Seiten Colsmans, dass die zunächst üppig klingenden zwei Milliarden Euro nur ein Pro-Kopf-Budget von maximal 180 Euro bedeuten. Damit sei das Programm zwar ein guter Anfang, aber auf längere Sicht absolut nicht ausreichend. Dies zeige auch der Vergleich mit den Niederlanden, die trotz einer deutlich kleineren Anzahl an Schüler:innen 8,5 Milliarden Euro für entsprechende Maßnahmen in die Hand nehmen. Daher formulierte Nicolas Colsman die Forderung, dass Deutschland das Zehnfache der bisher eingeplanten finanziellen Mittel für das Aufholprogramm bereitstellen sollte.

Ein weiterer Diskussionspunkt war die Art und Weise, wie das Geld eingesetzt werden soll. Dabei plädierte der Bildungsexperte dafür, dass Kinder vor allem ausgefallene Gruppenaktivitäten wie Klassenfahrten oder Sportcamps nachholen sollten. Dies begründete er unter anderem mit dem Lernverhalten, welches sich durch eine starke Gruppenorientierung erheblich von dem eines Erwachsenen unterscheidet. Gerade deshalb kritisierte Colsman die Tatsache, dass weder die Bundesschülerkonferenz als Repräsentationsorgan der Schülerschaft noch die zahlreichen EdTech-Apps und -programme die im letzten Jahr alltäglicher Begleiter vieler Schüler:innen waren, in die Gestaltung des Aufholprogramms eingebunden werden.

Abschließend wurde auf die Maßnahmen eingegangen, die Nicolas Colsman als Bildungsexperte fordert: Durch aktive Gruppentätigkeiten Selbstbewusstsein und Freude zurückgeben, ältere Schüler:innen den jüngeren in Form von Lernpyramiden helfen lassen und vor allem die digitale Bildung weiter auszubauen.