Pressemitteilungen:

ZDB-Geschäftsführer Nicolas Colsman als Bildungsexperte im Inforadio

Sat 1 Frühstücksfernsehen 2

12.02.2021

Verfasst von: Busso von der Groeben

„Einen Bildschirm zwischen Lehrkraft und Schülerin oder Schüler zu setzen ist noch keine Digitalisierung“ Bildungsexperte Nicolas Colsman erläutert die Digitalisierung des Bildungssystems im Radio 

Am Freitag, den 12.Februar 2021 war Bildungsexperte und Geschäftsführer der Zukunft Digitale Bildung gGmbH (ZDB) Nicolas Colsman im rbb Inforadio in der Sendung ‘Die Zukunft des digitalen Lernen’ zu hören.
Thematisiert wurde hier vor dem Hintergrund der anstehenden Schulöffnungen ab 22.Februar, wie die Digitalisierung bis jetzt lief, sowie ein Ausblick, was in Zukunft verbessert und gemacht werden muss.
Der Moderator fragte im Interview zunächst nach einem Überblick über die Aktivitäten der ZDB worauf der Bildungsexperte antwortete dass ein primäres Ziel die Fortbildung und Information der Lehrerinnen und Lehrer ist. Unter anderem geht es hier darum über datenschutzgerechte Plattformen zu informieren und Lehrerinnen und Lehrer in diesem Feld weiterzubilden. Zudem berät die ZDB die Politik in Sachen digitaler Bildung und was für eine Weiterentwicklung nötig ist.
Daraufhin kam die Frage auf, wie die Digitalisierung bis jetzt funktioniert hat. Nico Colsman thematisierte hier, dass aktuell eines der größten Probleme ist, dass weiterhin ausschließlich frontal, nun in Form von Videokonferenzen, unterrichtet wird. Das ist kein digitaler Unterricht. Zudem fehlt es nicht nur an technischem Equipment, sondern auch an Personal. Die Politik muss die entsprechenden finanziellen und personellen Mittel zur Verfügung stellen um die Lehrerinnen und Lehrer entsprechend fortzubilden und alle Schülerinnen und Schüler technisch auszustatten.
In diesem Zuge wurde ein weiteres sehr wichtiges Thema thematisiert, nämlich die Bildungsungleichheit, die aktuell in Deutschland immer noch zu kurz kommt.
Laut dem Geschäftsführer der ZDB entscheiden die sozialen Unterschiede aktuell, wer am Unterricht teilnehmen kann und wer nicht, viele Schülerinnen und Schüler nutzen private Geräte, bis alle Schüler mit Geräten von Schulen ausgestattet sind kann es bis zum Sommer diesen Jahres dauern, das heißt vielen Schülerinnen und Schülern geht durch Corona ein gesamtes Schuljahr verloren.
Abschließend stellte sich die Frage, wie es mit der digitalen Bildung denn nach dem Ende der Pandemie weitergehen soll.
Nicolas Colsman betonte, dass die Digitalisierung auch nach der Pandemie weiter im Fokus der ZDB sein wird.